NRW reagiert mit neuen Regeln auf die steigende Infektionsrate

Ab Donnerstag gilt in NRW eine neue Schutzverordnung, die Bußgelder und private Feiern regelt. Aufgrund vieler Verstöße drohen jetzt Kontrollen und Strafen.

Bundesweit gibt es derzeit jeden Tag etwa 2.000 neue Infektionen mit dem Corona-Virus. Angesichts des bevorstehenden Herbstes mit einer zu erwartenden weiteren Steigerung der Infektionsrate verschärft Nordrhein-Westfalen die geltenden Regeln um die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Dabei ist unbedingt die Disziplin jedes Einzelnen gefordert.

Für falsche Personen-Angaben in Kontaktlisten in Restaurants, Bars oder Gaststätten wird jetzt ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro fällig. Das Rücksichtslose Verhalten erschwert enorm die Möglichkeit, Kontaktketten nachzuvollziehen.

Ab 1. Oktober gilt eine Meldepflicht für private Feiern mit mehr als 50 Gästen in öffentlichen Räumen. Diese müssen drei Tage vorher angemeldet werden. Mit einem Bußgeld von 500 Euro muss man rechnen, wenn man keine Meldeliste führt und diese nicht mindestens vier Wochen aufbewahrt. Für Feiern in Privaträumen wird eine Obergrenze von 10 Teilnehmern empfohlen aber nicht fest vorgeschrieben.

Weihnachtsmärkte sind noch nicht generell untersagt, jedoch ist es sicher schwierig, die hohen Auflagen umzusetzen, die gefordert sind.

Immer wieder gefordert wird eine Corona-Ampel, die die akute Situation vor Ort darstellt und von der weitere Maßnahmen abhängen.

Die aktuelle Entwicklung lässt leider in keinster Weise den Schluss zu, dass Licht am Ende des Tunnels in Sicht ist. Um Gewerbe, Gastronomie, Wirtschaft und Arbeitnehmer zu schützen und Kindern weiterhin den Besuch von Schulen und Kitas zu ermöglichen, müssen wir uns jetzt alle anstrengen, das Virus im Zaum zu halten. Das funktioniert aber nur, wenn wir uns weiterhin und teilweise wieder strenger an die Regeln halten. Letzten Endes hängt unsere Gesundheit davon ab.