Für jeden Einzelnen gilt nun, Verantwortung zu übernehmen

Jeder neue Tag bringt aktuell einen Rekord der Neuinfektionen. So ganz überraschend ist das nicht, schließlich war absehbar, dass mit Beginn der kalten Jahreszeit und Verlagerung der Aktivitäten nach drinnen die Ansteckungsgefahr steigt.

Dennoch wächst bei uns allen natürlich ein „mulmiges“ Gefühl. Und tatsächlich mehren sich inzwischen die Fälle von Kontakten mit an COVID-19 erkrankten oder zumindest mit dem Virus infizierten Menschen und daraus resultierenden Konsequenzen auch in unserer Gemeinschaft.

Trotz Anstieg der Infektionszahlen steigen die Anzahl der schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle nicht proportional. Experten nennen hierfür die deutlich erhöhte Anzahl der Testungen und damit das häufigere Erkennen der Infektion und eine Verschiebung der Altersstruktur der Infizierten (längst sind nicht mehr nur die älteren Menschen betroffen, sondern auch junge Menschen und die mittlere Generation mit dann aber durchschnittlich glimpflicheren Krankheitsverläufen). Aber es bleibt dabei, dass diese Krankheit unser Gesundheits-, Wirtschafts- und Sozialsystem extrem herausfordert.

Natürlich verlangt uns diese Situation einiges ab. Urlaubsreisen fielen aus, Feste und Partys mussten abgesagt oder eingeschränkt werden, spontane Treffen gibt es kaum noch, Kino, Kultur, Sport usw. unterliegen strengen Limitierungen, soziale Interaktionen verändern sich. Aber das alles können wir ertragen und aushalten, wenn es unsere Existenzgrundlage nicht gefährdet. Bei aller berechtigten Sorge dürfen wir meistenteils weiterhin mit Zuversicht und Hoffnung in die Zukunft blicken. Wir werden diese kritische Situation meistern. Dafür müssen wir aber auch etwas tun. Inzwischen ist die Alltagsmaske ein selbstverständlicher Begleiter geworden. Abstand, Hygiene und Kontaktreduzierung müssen weiter sehr ernst genommen und beachtet werden. Gerade jetzt dürfen wir nicht nachlässig werden.

An Sie und Euch geht daher meine dringende Bitte, Kontakte, Freizeitaktivitäten und Begegnungen mit Bedacht einzuschränken, die nicht unbedingt notwendig sind. Hier sind jetzt alle gefordert, dem steigenden Druck der hohen Infektionszahlen durch besonders umsichtiges und regelkonformes Verhalten zu begegnen und dadurch unsere Gesundheit zu sichern.

Bitte informieren Sie sich gut über die aktuellen Vorgaben, die Übersicht zu behalten ist ja hier nicht immer einfach. Das RKI und das zuständige Landesministerium für Gesundheit informieren aktuell und umfassend.

Klar ist, dass inzwischen das gesamte Ruhrgebiet die 7-Tagesinzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern überschritten hat und dadurch strengere Einschränkungen gelten. Es ist auch zu erwarten, dass dieser Wert weiter steigen wird. Trotzdem oder gerade deshalb: bleiben Sie umsichtig, mutig und zuversichtlich.